Unter anderem in den Fertigungshallen in Bessenbach produziert SAF-HOLLAND sein breites Portfolio an Achs-, Brems-, Kupplungs- und Fahrwerkslösungen.
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145 Jahre SAF-HOLLAND
Der Nutzfahrzeug-Zulieferer SAF-HOLLAND blickt im Jahr 2026 auf eine 145-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Was 1881 in einer bayerischen Dorfschmiede begann, hat sich zu einem der weltweit führenden Akteure der Branche entwickelt.
Doch zum Jubiläum schaut der Konzern vor allem nach vorn: Mit der Strategie „drive2030“ stellt sich das Unternehmen als integrierter Systemlieferant neu auf.
Vom Zukauf zur integrierten Systemlösung
In den vergangenen Jahren ist SAF-HOLLAND durch gezielte Akquisitionen massiv gewachsen. Meilensteine waren unter anderem die Übernahmen von:
• Haldex (2023): Spezialist für Brems- und Luftfederungssysteme.
• Tecma & Assali Stefen (2024): Italienische Experten für Achs- und Federungssysteme.
• V.ORLANDI, York & KLL: Internationale Portfolio-Erweiterungen.
Der Fokus verschiebt sich nun vom reinen Ausbau hin zur starken Verzahnung dieser Kompetenzen. Achs- und Fahrwerkstechnik, Brems- und Steuerungstechnologie sowie Kupplungssysteme fließen künftig in aufeinander abgestimmte Gesamtlösungen ein. Für Flottenbetreiber bedeutet dies: Integrierte Systeme aus einer Hand (One-Stop-Shop).
„Mit den Akquisitionen der vergangenen Jahre haben wir unser Produktportfolio gezielt erweitert. Jetzt geht es darum, diese Stärken noch enger miteinander zu verzahnen“, erklärt Alexander Geis, CEO von SAF-HOLLAND.
Historie: Die zwei Wurzeln des Konzerns
Die heutige globale Stärke basiert auf zwei traditionsreichen Fundamenten:
• Die deutsche Wurzel (SAF): Begann 1881 mit dem „Zill’schen Wendepflug“. Ab 1938 folgte die Fertigung von Stahlachsen für landwirtschaftliche Fahrzeuge, bevor sich die Otto Sauer Achsenfabrik (SAF) zum führenden europäischen Trailerachsen-Hersteller entwickelte.
• Die US-Wurzel (HOLLAND): Startete 1910 in South Dakota mit einer Sicherheitskupplung für Pferdegespanne und fokussierte sich ab 1940 voll auf die LKW-Industrie.
Im Jahr 2006 fusionierten beide Unternehmen schließlich zur heutigen SAF-HOLLAND.
Finanzielle Ziele: Strategie „drive2030“ im Visier
Bis zum Jahr 2030 strebt SAF-HOLLAND ein starkes Wachstum an und plant, den organischen Konzernumsatz auf mehr als 2,5 Milliarden Euro zu steigern. Durch zusätzliche, strategische Übernahmen im Wert von mindestens 500 Millionen Euro soll der gesamte Konzernumsatz bis zum Ende des Jahrzehnts die Marke von über 3 Milliarden Euro durchbrechen. Für die wirtschaftliche Effizienz des Unternehmens wird dabei eine bereinigte EBIT-Marge von 10 bis 12 Prozent anvisiert.