Die Rekuperationsachse SAF TRAKr gewinnt Bewegungsenergie zurück, die in elektrischen Strom umgewandelt wird. © SAF-Holland/Haldex
Weiterentwicklung im Kunden-Dialog
Das wirtschaftliche und wartungsfreundliche Luftfederaggregat SAF INTRA von SAF-Holland setzt neue technologische Standards, z.B. mit den elektrischen Trailerachsen. Auch die Bremssysteme und -komponenten von Haldex berücksichtigen zukünftige Trends.
Als einer der international führenden Hersteller von fahrwerksbezogenen Baugruppen und Komponenten für Trailer, LKW und Busse entwickelt SAF-Holland sicherheitsrelevante Produkte und optimiert sie kontinuierlich, um den Kunden möglichst geringe Betriebs- und Wartungskosten zu gewährleisten. Ein gutes Beispiel dafür ist das Luftfederaggregat SAF INTRA, das seit mehr als 20 Jahren millionenfach auf Straßen weltweit unterwegs ist. Von Anfang an wurde das Fahrwerk in enger Abstimmung mit den Flottenkunden immer wieder verbessert und ausgebaut – so entstand aus dem ursprünglich starren Aggregat eine komplette Achsfamilie, mit Nachlauf- oder zwangsgelenkten Achsen mit einem elektrischen Generator als Antrieb.
SAF INTRA – Erfolgsmodell für jede Transportaufgabe
Das Luftfederaggregat ist heute in vielen Varianten erhältlich und für die unterschiedlichsten Transportaufgaben im 9-Tonnen-Bereich geeignet. Robust und gewichtssparend gebaut, überzeugen die verschiedenen Achs-Varianten mit durchdachten technischen Details die Branche.
Bei der SAF INTRA-Familie zahlt sich die kontinuierliche Weiterentwicklung aus. Auf den Prüfständen hat sich die Lebensdauer des Fahrwerks in den vergangenen 20 Jahren fast verdoppelt, die Laufleistung liegt um das 1,8-Fache höher als beim Ursprungs-Aggregat. Gleichzeitig ist das Gewicht stark gesunken: Etwa durch Leichtbaukomponenten bringt jede SAF INTRA-Achse circa 70 kg weniger auf die Waage – im Achstrio spart das 210 kg, die Flottenbetreiber in höhere Nutzlast umwandeln können.
Die Achsen aus der SAF INTRA-Familie folgen einem speziellen Konstruktionsprinzip, das für weniger Verschleiß und mehr Planungssicherheit steht. So bilden zum Beispiel der Funktionslenker und das Achsrohr eine untrennbare und wartungsfreie Einheit. Das patentierte Safe-Guard-Design des Funktionslenkers schützt zudem die Bremszylinder vor Beschädigungen. Auch die Stoßdämpfer, direkt im Funktionslenker platziert, sind gut gesichert.
Unter Strom: SAF TRAKe und SAF TRAKr
Damit sich Truck und Trailer in Zukunft emissionsfrei bewegen, hat SAF-HOLLAND zwei E-Trailerachsen entwickelt. Die Rekuperationsachse SAF TRAKr gewinnt Bewegungsenergie zurück, die in elektrischen Strom umgewandelt wird. Damit werden Nebenverbraucher im Trailer betrieben, zum Beispiel das Kühlaggregat bei Coolern. SAF TRAKe unterstützt mit der gespeicherten Energie darüber hinaus den Hauptantrieb der Zugmaschine etwa bei anspruchsvollen Straßenverhältnissen.
Gut zu wissen: Weltweit einmalig ist – nach Aussage des Herstellers – die zweiteilige Bremsscheibe der SAF INTRADISC plus INTEGRAL. Das spezielle Verbundguss-Verfahren vermeidet die Bildung von Hot Spots, die zu Spannungen und Rissen im Material und damit zum Ausfall der Scheibe führen können. So verlängert dieses Konstruktionsprinzip die Lebensdauer von Bremsscheibe und -belägen.
Das vierschichtige PREMIUM COATED-Verfahren für die INTRA-Reihe verspricht Schutz vor Korrosion und eine lange Haltbarkeit. Die neue, umweltverträglichere und zinkstaubfreie Beschichtung erreicht hohe Korrosionsschutzwerte und erhält den Wert des Trailers auf lange Sicht. Für SAF INTRA PREMIUM COATED gilt eine 10-Jahres-Garantie gegen Durchrostung.
Bremssystem EB+ 4.0 von Haldex
Seit ihrer Markteinführung hat sich die modulare Plattform EB+ 4.0 von Haldex – einem Tochterunternehmen von SAF-Holland – als flexible und zukunftssichere Lösung für elektronische Bremssysteme (EBS) etabliert.
Anhängerhersteller können von der einfachen Erweiterbarkeit des Systems profitieren. Zusatzmodule, wie etwa ein Überströmventil, ein pneumatisches Zusatzmodul, ein Mobiliser oder ein Modul zur Steuerung der Federspeicherbremse, lassen sich problemlos ergänzen. Ein weiterer Vorteil ist die Erfüllung aktueller gesetzlicher Vorschriften, insbesondere in Europa, wo die neue Regelung (R141) – Reifendruckkontrollsysteme (TPMS) für Anhänger – seit Juli 2024 verbindlich ist.
Autor: Dieter Göllner