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Truck & Trailer Welt

Der MAN-Report Beyond Diesel zeigt: Elektrische LKW bieten bis zu 13 Prozent TCO-Vorteile.
© MAN Truck & Bus

MAN: E-LKW als Wettbewerbsvorteil

Ein neuer Strategiereport von MAN Truck & Bus zeigt klare Ergebnisse. Der Report trägt den Titel „Beyond Diesel“. Drei internationale Flotten beweisen darin: Frühstarter bei der Elektromobilität sichern sich einen echten Wettbewerbsvorteil.

Elektrische LKW sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Mehr als 15.000 eTrucks fahren bereits täglich auf Europas Straßen. Rund 5.000 Speditionen betreiben diese Fahrzeuge im echten Alltag.

Der Nutzfahrzeugmarkt vor dem Umbruch

Der Markt für LKW verändert sich rasant. Die EU schreibt strenge Ziele vor. Bis 2030 müssen die CO₂-Flottenwerte um 45 Prozent sinken. Bis 2040 fordert die Politik sogar ein Minus von 90 Prozent. Immer mehr Auftraggeber verlangen zudem einen emissionsfreien Transport in ihren Ausschreibungen.

Renommierte Studien prognostizieren diese Entwicklung:
• Ab 2030 fahren voraussichtlich 15 bis 35 Prozent aller neu zugelassenen LKW in Europa elektrisch.
• Bis 2035 besitzt die Hälfte aller europäischen Speditionen mindestens einen batterieelektrischen LKW.

Die Elektrifizierung wird damit zur Grundvoraussetzung für langfristigen Geschäftserfolg.

Das Gesamtsystem im Depot senkt die Kosten

Der finanzielle Vorteil entsteht nicht durch den LKW allein. Entscheidend ist das Gesamtsystem. Dazu gehören das Fahrzeug, das eigene Depot sowie ein smartes Energiemanagement.

Das eigene Depot bietet den größten Hebel. Rund 90 Prozent aller Ladevorgänge finden am eigenen Standort statt. Wer dort Photovoltaik, Batteriespeicher und intelligentes Laden kombiniert, senkt die Stromkosten massiv. Die Energiekosten können so auf unter 16 Cent je Kilowattstunde fallen.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren ergibt das einen klaren Vorteil. Die Gesamtkosten (TCO) sinken um bis zu 13 Prozent gegenüber Diesel-LKW.

Drei Praxisbeispiele aus Europa

Der MAN-Report untersucht drei reale Unternehmen. Alle drei Firmen nutzen den MAN eTruck erfolgreich auf unterschiedlichen Stufen:

1. Foppiani Transport (Italien) – Der strukturierte Einstieg

Das Familienunternehmen aus Mailand testet die Technik im nationalen Linienverkehr. Foppiani nutzt einen elektrischen Sattelzug und ein E-Fahrgestell. Geladen wird im Depot mit einer eigenen Solaranlage. Das Unternehmen bindet seine Kunden aktiv ein. Die Kunden zahlen für den grünen Transport gern einen Aufpreis.

2. Betonwerk Bad Lausick (Deutschland) – Fokus auf Wirtschaftlichkeit

Das mittelständische Unternehmen setzt fünf MAN eTGX in der harten Betonlogistik ein. Die Firma nutzt Ladepunkte mit 400 kW Leistung sowie eine riesige Photovoltaikanlage. Das durchdachte System spart über fünf Jahre rund 500.000 Euro. Für die Geschäftsführung steht dabei die reine Kostenlogik im Vordergrund.

3. Schlager Transport Logistik (Österreich) – Elektrifizierung als Strategie

Der Fernverkehrsspezialist hat seine Flotte bereits zur Hälfte elektrifiziert. Ab 2030 will Schlager komplett emissionsfrei fahren. Am Standort in Saxen nutzt der Betrieb eine Solaranlage und einen großen Speicher. Laut dem Inhaber lässt sich schon heute die Hälfte aller Fuhrparks in Deutschland und Österreich wirtschaftlich elektrifizieren.

„Die Beispiele zeigen: Elektrische LKW sind heute bereits wirtschaftlich. Den entscheidenden Vorsprung sichern sich aber nur die Unternehmen, die das Gesamtsystem aus Fahrzeug, Depot sowie Lade- und Energiemanagement elektrifizieren“, bilanziert Roland Schurig, Vice President Zero Emission Projects bei MAN Truck & Bus.

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