Truck & Trailer Welt

Kögel macht Choceň zum Technologiezentrum

Präzision in Serie: Das neue automatisierte Laserschneidzentrum in Choceň beschleunigt die Rahmenproduktion für Kögel Auflieger deutlich.
© Kögel

Kögel: Choceň wird Technologiezentrum

Der Trailerhersteller Kögel treibt die Modernisierung seines europäischen Produktionsnetzwerks voran. Im Fokus der Wachstumsstrategie steht das Werk im tschechischen Choceň, das seit 1996 fester Bestandteil des Unternehmens ist.

Durch ein umfassendes Investitionspaket in Millionenhöhe transformiert der Trailer-Hersteller den Standort mit rund 350 Mitarbeitenden in ein hochmodernes Technologiezentrum.

Automatisierung beschleunigt die Rahmenproduktion

Im ersten Schritt wurde eine 1.000 Quadratmeter große Lagerhalle in eine voll ausgestattete Hightech-Produktionsstätte umgebaut. Herzstück der Halle sind ein automatisiertes Laserschneidzentrum sowie eine neuartige Kant- und Biegeanlage des Herstellers. Diese High-End-Anlagen ermöglichen eine schnellere, flexiblere und kostengünstigere Fertigung der Fahrzeugrahmen.

„Mit dieser Investition stärken wir gezielt unsere Fertigungskompetenz. Und gleichzeitig sichern wir die zuverlässige Versorgung mit Rahmen für unsere Auflieger“, betont Markus Siegner, CEO der Kögel Trailer GmbH.
Neben der reinen Komponentenfertigung laufen in Choceň auch komplette Neufahrzeuge vom Band.

Unabhängige Lieferketten und grüner Strom bis 2028

Die Modernisierung bringt handfeste strategische Vorteile mit sich:
• Höhere Versorgungssicherheit: Durch die Inhouse-Fertigung der Rahmen macht sich Kögel unabhängig von volatilen externen Lieferketten.
• Schrittweise Skalierung: Der Produktions-Output wird in den kommenden Monaten kontinuierlich hochgefahren. Bis zum Jahr 2028 soll das Werk eine einhundertprozentige Kapazitätsauslastung erreichen.
• Nachhaltige Energie: Bereits in Kürze geht am Standort eine neue Photovoltaik-Anlage in Betrieb, die die energieintensive Fertigung direkt mit grünem Eigenstrom versorgt.

Die Transformation des Standorts ist noch nicht abgeschlossen. Bis zum Sommer 2026 folgt die Installation einer vollautomatischen Schweißroboteranlage. Diese ist speziell für den Bau von Fahrzeugrahmen und robusten Kipper-Mulden konzipiert.

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