Mit 34 Ladeparks in acht europäischen Ländern betreibt Milence das größte öffentliche Ladenetz für den Schwerlastverkehr und expandiert weiter.
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Ladeparks: Milence beschleunigt Ausbau
Milence, das Joint Venture der Branchenriesen Daimler Truck, TRATON GROUP und Volvo Group, hat eine Finanzierungsvereinbarung über 120 Millionen Euro unterzeichnet. Mit diesem frischen Kapital wird das Unternehmen den Aufbau seines Hochleistungs-Ladenetzwerks für schwere Nutzfahrzeuge in ganz Europa massiv beschleunigen.
Meilenstein am Kapitalmarkt
Nach der anfänglichen Eigenkapitalinvestition von 500 Millionen Euro durch die Gründungsunternehmen markiert dieser Schritt den ersten erfolgreichen Zugang von Milence zum breiteren Kapitalmarkt. Die Finanzierung wird von einem Konsortium namhafter Partner getragen. Dazu gehöre Fonds von Edmond de Rothschild Asset Management (BRIDGE), Íslandsbanki, Invest-NL und Invest International. Zudem profitiert das Projekt von einer Förderung der Europäischen Union durch den InvestEU-Fonds.
Die Transaktion soll im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden und bildet das Rückgrat für die Skalierung einer wirtschaftlich tragfähigen, öffentlichen Ladeinfrastruktur.
Expansion: 90 Ladeparks bis Ende 2028 geplant
Milence ist bereits heute ein führender Akteur in der Branche. Die bisherige Bilanz und die Ziele für die kommenden Jahre sind beeindruckend:
• Aktueller Stand: 34 Ladeparks in acht europäischen Ländern bereits in Betrieb.
• In Entwicklung: Weitere 16 Standorte befinden sich aktuell im Aufbau.
• Zielsetzung: Bis Ende 2028 sollen insgesamt 90 hochmoderne Ladeparks in Betrieb sein.
Dieser Ausbau ist entscheidend für den elektrischen Fernverkehr entlang der wichtigsten europäischen Frachtkorridore. Aktuell stehen dort fast 1.800 LKW-geeignete Ladepunkte zur Verfügung.
Strategische Bedeutung für Europas Unabhängigkeit
Anja van Niersen, CEO von Milence, betont die Relevanz des Projekts weit über den reinen Umweltschutz hinaus:„Der elektrische Straßengüterverkehr ist nicht nur zentral für die Dekarbonisierung. Sondern auch eine wichtige Säule für die Energiewende und Unabhängigkeit Europas. Er verringert die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen und stärkt gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit.“
Auch CFO Wolfgang Brand sieht in der Finanzierung eine Bestätigung der Strategie: „Die Unterstützung durch diese Gruppe internationaler Finanzierungspartner unterstreicht das Vertrauen in die entscheidende Rolle der Ladeinfrastruktur beim Übergang zum elektrischen Straßengüterverkehr.“
Experten-Stimmen zur Finanzierung
Die Partner des Konsortiums heben besonders den „First-Mover-Vorteil“ von Milence hervor. Jeroen Plag, Chief Investment Officer bei Invest International, erklärt, dass Milence eine „strukturelle Lücke im europäischen Verkehrssystem“ schließt. Nur durch eine zuverlässige und mit dem Markt wachsende Infrastruktur könne die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs langfristig erfolgreich sein.
Fazit: Mit der neuen Finanzspritze von 120 Millionen Euro ist der Weg frei für eine flächendeckende Versorgung von E-LKW in Europa. Für Transportunternehmen bedeutet dies mehr Planungssicherheit. Und sie haben die Möglichkeit, emissionsfreie Flotten auch auf Langstrecken wirtschaftlich rentabel einzusetzen.