Gebrüder Weiss erweitert seine E-LKW-Flotte auf 14 Fahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz eActros 600 und treibt nachhaltige Logistik mit eigener Ladeinfrastruktur voran.
© Daimler Truck AG
Gebrüder Weiss erweitert E-LKW-Flotte
Der Logistikkonzern Gebrüder Weiss treibt die Elektrifizierung seines Fuhrparks konsequent voran. Seit Ende 2025 sind insgesamt 14 E-LKW des Typs Mercedes-Benz eActros 600 im täglichen Einsatz.
Die Fahrzeuge werden im Stückgut-, Linien- und Fernverkehr an mehreren Standorten in Österreich betrieben, darunter Wien, Pöchlarn, Wels, Hall in Tirol sowie am Hauptsitz in Lauterach.
E-LKW im Regional- und Fernverkehr im Einsatz
Mit dem Einsatz der E-LKW geht das Unternehmen einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Transportlösungen. Der eActros 600 wird sowohl im regionalen Verteilerverkehr als auch auf anspruchsvollen Fernstrecken eingesetzt – ermöglicht durch eine unternehmenseigene Ladeinfrastruktur.
„Der eActros 600 ist ein echter Game Changer. Er zeigt, dass elektrische LKW längst im realen Einsatz angekommen sind – auch im internationalen Fernverkehr“, erklärt Jens Tittel. Für eine erfolgreiche Transformation seien neben innovativen Fahrzeugen auch funktionierende Ladeinfrastrukturen und mutige Unternehmen entscheidend.
Langfristige Strategie für nachhaltige Logistik
Nachhaltigkeit ist bei Gebrüder Weiss kein kurzfristiger Trend, sondern Teil der Unternehmensstrategie. „Langfristiger wirtschaftlicher Erfolg ist nur durch nachhaltiges Handeln möglich“, betont Jürgen Bauer. Bereits früh habe man sich daher für eine Elektrostrategie im Schwerlastverkehr entschieden. Ausschlaggebend seien insbesondere Effizienz, Sicherheit und technologische Führungsansprüche gewesen.
Eigene Ladeinfrastruktur als Schlüssel zum Erfolg
Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist die eigene Energieversorgung. Da öffentliche Ladepunkte für E-LKW vielerorts noch unzureichend sind, investiert das Unternehmen gezielt in eigene Ladeinfrastruktur an mehreren Standorten in Österreich und Süddeutschland. Der benötigte Strom stammt unter anderem aus firmeneigenen Photovoltaikanlagen sowie aus zertifiziertem Ökostrom.
Auch im operativen Betrieb zeigt sich der Wandel: „Nachhaltiger Transport muss genauso zuverlässig funktionieren wie konventionelle Logistik“, sagt Stefan Oberhauser. Die Fahrzeuge können während des Be- und Entladens geladen werden, wodurch zusätzliche Standzeiten vermieden werden.
Ausbau der E-Flotte bis 2026 geplant
Aktuell sind die E-Lkw unter anderem in Vorarlberg im intensiven Tag-Nacht-Betrieb unterwegs und bedienen regionale sowie internationale Routen – etwa in die Schweiz, nach Deutschland oder Richtung Tirol und Süddeutschland. Gleichzeitig erfordert der Einsatz neuer Technologien auch ein Umdenken in Planung und Disposition.
Gebrüder Weiss plant, die Elektrifizierung weiter voranzutreiben: Bis Ende 2026 soll die E-LKW-Flotte in Österreich auf insgesamt 25 Fahrzeuge anwachsen. Parallel dazu wird auch die Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut, um die Unabhängigkeit von externen Stromquellen zu erhöhen und den nachhaltigen Gütertransport langfristig zu sichern.