Langendorf präsentierte vor Ort den Doppelstock Innenlader Flexliner.
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Langendorf bei CO₂-Petition dabei
In der europäischen Transportbranche gibt es einen historischen Schulterschluss. Deshalb kamen die CEOs von 30 führenden Anhängerherstellern in Belgien zusammen. Genauer gesagt trafen sie sich in Koningshooikt bei Lier. Auch der Spezialfahrzeugbauer Langendorf beteiligte sich aktiv an diesem Protest.
Für die Wielton Group nahmen Julia Herholz Siems (Langendorf GmbH), Radosław Miszkiel (Wielton SA), David Furlan (Fruehauf) und José Luis Guillén (Guillén) teil.
Die Langendorf GmbH präsentierte vor Ort den Doppelstock Innenlader Flexliner, der eindrucksvoll zeigt, wie sich Transporteffizienz und Nachhaltigkeit miteinander verbinden lassen.
Dank seiner zwei Ladeebenen nutzt das Fahrzeug die verfügbare Trailerhöhe optimal aus und bietet bis zu 66 Prozent mehr Ladevolumen pro Fahrt. Dadurch kann die Anzahl der notwendigen Transporte deutlich reduziert werden, was zu erheblichen Einsparungen bei Kraftstoff, Maut, Personal und weiteren Transportkosten führt. Insgesamt sind Kosteneinsparungen von bis zu 33 Prozent möglich.
Gleichzeitig leistet der Flexliner einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, da Kraftstoffverbrauch und CO₂ Emissionen um bis zu 57 Prozent gesenkt werden können. Bereits zwei Flexliner ersetzen bis zu drei herkömmliche Sattelauflieger und ermöglichen so einen wirtschaftlicheren und ressourcenschonenderen Transport.
Die Branche steht grundsätzlich hinter den Klimazielen der EU. Allerdings warnt sie eindringlich vor der aktuellen Gesetzgebung, weil diese das Gegenteil bewirkt. Zudem drohen höhere Emissionen und der Verlust von 70.000 Arbeitsplätzen. Schließlich könnte dies die Deindustrialisierung Europas beschleunigen.
Das VECTO-Problem: Simulation gegen Realität
Die Verordnung weitet die CO₂-Vorgaben auf Anhänger und Trailer aus. Obwohl Anhänger selbst kein CO₂ ausstoßen. Trotzdem werden die Hersteller für simulierte Emissionen verantwortlich gemacht. Diese Werte berechnet das EU-eigene VECTO-Tool. Dabei nutzt das System standardisierte Lasten und Fahrzyklen.
Die Hersteller und Experten von Langendorf argumentieren jedoch, dass diese Methode an der Praxis vorbeigeht. Folglich kritisieren sie diese vier Punkte:
• Keine Flexibilität: Vielfältige Einsätze werden nicht berücksichtigt.
• Fehlende Logik: Elektro-LKW bleiben im Tool unberücksichtigt.
• Konstruktions-Zwang: Weniger Ladekapazität führt zu mehr Fahrten. Deshalb steigt das CO₂.
• Existenzbedrohende Strafen: Ab 2030 drohen Strafzahlungen in Millionenhöhe.
Die 5 Kernforderungen der Trailer-Branche
Deshalb fordert die unterzeichnete Petition eine sofortige Anpassung der Regeln:
• Überprüfung vorziehen: Die Prüfung nach Artikel 15 muss von 2027 auf 2026 vorgezogen werden. Zudem müssen die Flottenziele sinken.
• Schrittweise Einführung: Die Ziele müssen ab Juli 2030 schrittweise kommen, um Arbeitsplätze zu sichern.
• Moratorium für Strafen: Die Strafen müssen ausgesetzt werden, weil sie zu hoch sind.
• VECTO-Überarbeitung: Das Tool muss reformiert werden, damit faire Vergleiche möglich sind.
• Korrektur des Gutschrift-Systems: Das System ist wirkungslos, da Technologien in der Masse fehlen.